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Scottish Smallpipe

Schottische Fingertechnik mit nordenglischem Klang

Colin Ross, herausragender Piper und Bauer der "Northumbrian Smallpipe" bekam in den 1970er Jahren den Auftrag, ein neues Instrument zu entwerfen. Es sollte den feinen, glasklaren Klang der nordenglischen Northumbrian Smallpipe haben, doch mit der Griffweise des schottischen Hochlandudelsacks gespielt werden können. Die Griffweise der Northumbrian Smallpipe unterscheidet sich nämlich grundlegend von der schottischen Griffweise, indem die unten geschlossene Spielpfeife es erlaubt, durch heben und senken einzelner Finger ein echtes Staccato zu erzeugen. Das ist eine Technik, die bei den meisten Dudelsäcken mit offener Spielweise unmöglich ist.

Foto: Scottish Smallpipe in D von Heriot & Allan

Vom Klang her war die Scottish Smallpipe darum ursprünglich sehr nah an der Northumbrian Smallpipe. Auch war vorgesehen, das neue In strument mit Blasebalg zu spielen, wie eine Northumbrian Smallpipe eben auch. Heutzutage werden unter dem Namen "Scottish Smallpipe" eine Fülle von Instrumenten angeboten, die sich nur noch selten an den feinen Klang der Northumbrian Smallpipe orientieren. Diese von Highland Pipemakern hergestellten Instrumente sind meistens mundgeblasen und wegen der Feuchtigkeit nur mit Plastikrohrblättern ausgestattet. Vom Klang erinnern diese Instrumente eher an einen Practice Chanter, der von Bordunen begleitet wird und werden demnach von Highland pipern häufig als Zweitinstrument zum Üben benutzt. "Echte" Scottish Smallpipes im ursprünglichen Sinn bekommt man heute nachwievor bei Dudelsackbauern, die sich der Tradition der Border Pipes und Smallpipes verpflichtet fühlen.

Video: Scottish Smallpipe in D von Heriot & Allan

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